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Kleingewässerprojekt im "Ferbitzer Bruch"

 

Der Naturschutz-Förderverein „Döberitzer Heide“ e.V. hat 1999 ein Kleingewässer im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme angelegt.

In einer folgenden Bildersammlung werden Gestaltung und Fertigstellung des Projektes geschildert und einige Beispiele aus der Pflanzen- und Tierwelt genannt.

 

Laut Planfeststellungsbeschluss zum Vorhaben „B 5 Landesgrenze Berlin bis Ortsumgehung Wustermark, 2. BA“ wurde die Ausgleichsmaßnahme A/E 11 im NSG „Ferbitzer Bruch“ durchgeführt.

Der Bereich für die Neuanlage befindet sich in der Waldabteilung „Ferbitzer Werder“, unweit zum Großen Graben. Es handelt sich hier um die so genannte Große Grabenniederung, die in weiten Teilen vermoort ist. Dementsprechend fanden sich bei dem Abtragen über einer Ton- und helleren Mineralbodenschicht ein größerer Torfhorizont, der aber zumindest teilweise stärker zersetzt und als Mull vorhanden ist.

 

Das Niederschlagsdefizit der letzten Jahre und insbesondere in diesem Jahr (1999) hat den Grundwasserstand extrem sinken lassen. Aus diesem Grund ist die Anlage offener Wasserflächen eine der Naturschutzmaßnahmen, denen höchste Priorität gebührt. Die Anlage solcher offenen Wasserflächen dient zum einen der Pflanzen- und Tierwelt, die direkt an Gewässer gebunden sind, zum anderen profitieren Besiedler von Sümpfen und Mooren von diesen Maßnahmen, und natürlich überhaupt solche, die eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen.

 

Entbuschen und Mulchen

  

 

Oben:

Entbuschen zur Vorbereitung für das Mulchen.

 

 

 

Links:

Mulchen der Flächen als Vorbereitung für die Schaffung von Kleingewässern auf Grundwasserstandorten.

 

Ausbaggern und Gestalten

 

 

 

 


Zu Beginn wird die obere dunkle Humusschicht (Torfschicht) abgetragen, danach der hellere Mineralboden. Als unterer Abschluss ist der graue Tonboden erkennbar.




Zur einen Seite entsteht ein abgeschrägter Uferböschungsbereich. Gegenüber wurde der Bewuchs des ehemaligen Grabens erhalten und in die Ufergestaltung einbezogen.




Der oben dunkle Torfboden weist einen relativ hohen Zersetzungsgrad auf. Unterhalb wird der graue Tonboden sichtbar.







Vor dem Wasseranstieg ist das Bodenprofil gut erkennbar. Eine Insel dient zur Strukturbereicherung. Durch den feuchten Standort sind bereits ausreichend Rhizome zur natürlichen Begrünung vorhanden.

Temporärgewässer mit flacher Uferzone

 

Deutlich ist der tonige Untergrund sichtbar.

  

Flachwasserbereich
mit flach ausstreichender Uferzone.







Kristallklares Wasser mit natürlicher Braunfärbung sowie noch vegetationslosen Uferpartien kennzeichnen den pionierhaften Charakter.

Flächige und linienhafte Strukturen

 

Linienhafte Strukturen dienen der Verbindung größerer Gewässerbereiche sowie der Ausbreitung von Pflanzen- und Tierarten – z.B. Fischotter (Lutra lutra).

Auf einer Seite wurde das flache Ufer mit der Vegetation erhalten und mit in die Gestaltung einbezogen. So besteht von Anfang an eine vielfältige Struktur, und die bodenständige Flora kann sich wieder ausbreiten. Außerdem verringert sich der Gestaltungsaufwand.

  

Abbruchkanten
sollen zur
Ansieldung
spezialisierter
Tierarten
dienen.



Der Eisvogel
(Alcedo atthis)
nutzt solche
Abbruchkanten
zum Bau
seiner
Brutröhren.

 Linienhafte Strukturen

Gerade und geschwungene Uferböschungen - Strukturvielfalt ist wichtig. 

 

Oben:

Einbeziehung einer alten Brücke.

 

 

 

Links:

Hohe und steile Uferböschung als weiteres Strukturelement.

Fertigstellung und Ansiedlung
von Pflanzen und Tieren

 

Größtes flächenhaftes Gewässer mit flachen Uferzonen und einer Insel

 

 

 Gemeiner Wasserhahnenfuß (Ranunculus aquatilis)

Tiere am und im Gewässer

 

Der Moorfrosch (Rana arvalis) sucht zur Laichzeit Kleingewässer auf

  





 

 

 

Links:
Die Ringelnatter (Natrix natrix) hält sich häufig in Kleingewässern auf.