Moose
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Gemeines Rotblattmoos |
Von den 164 Moosarten der Döberitzer Heide kommen 40 Arten an
Waldstandorten vor. So findet sich in Kiefernwäldern und -forsten das
stark gefährdete Unechte Gabelzahnmoos (Dicranium spurium).
Immerhin 37 Arten siedeln hauptsächlich an natürlichen und
halbnatürlichen Offenstandorten, wobei feuchte, offene
Pionierstandorte auf Lehm, Mergel und Ton mit 17 charakteristischen
Moosarten besonders auffallen. Hier kommt z.B. das gefährdete
Fettglänzende Ohnnervmoos (Riccardia pinguis) vor. Mit 31
Moosarten besitzen die so genannten speziellen Substrate ebenfalls
eine hohe Bedeutung. Beispielsweise bilden künstliche Gesteine (v.a.
Bunker) wichtige Lebensräume. Auf Baumrinden sind Epiphyten zu finden,
von denen 17 Arten festgestellt werden konnten. Davon besitzen 10
einen Gefährdungsgrad, wovon 6 vom Aussterben bedroht sind, wie z.B.
das Ansehnliche Goldhaarmoos (Orthotrichum speciosum). Neben
den Arten der Gewässer (2 Arten) und der anthropogenen Offenstandorte
(13 Arten) fallen besonders noch 21 Arten der Moorstandorte ins
Gewicht. Insbesondere in basischen und sauren Mooren finden sich
gefährdete Arten, aber auch auf basischem Gestein (Bunker) sowie an
feuchten, offenen Pionierstandorten auf Lehm, Mergel und Ton.
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Statistik (nach Benkert et al. 1995)
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Gesamtartenzahl
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164 Arten | Zum Vergleich: In Brandenburg und Berlin kommen 443 Arten von Moospflanzen vor, die nach 1950 nachgewiesen wurden (BENKERT et al. 1995). | |
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Arten der Roten Liste
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61 Arten davon |
37,2 % | |
| Vom Aussterben bedroht (1) | 11 Arten | 6,7 % | z.B. Orthotrichum speciosum (Ansehnliches Goldhaarmoos), Hypnum pratense (Wiesen-Schlafmoos) |
| Stark gefährdet (2) | 15 Arten | 9,1 % | z.B. Buxbaumia aphylla (Blattloses Koboldmoos), Campylium stellatum (Stern-Goldschlafmoos) |
| Gefährdet (3) | 28 Arten | 17,1 % | z.B. Encalypta streptocarpa (Gedrehtfrüchtiges Glockenhutmoos), Pottia lanceolata (Lanzettblättriges Pottmoos) |
| Status unklar (?) | 3 Arten | 1,8 % | z.B. Aloina rigida (Steifes Aloemoos), Pleuridium acuminatum (Gipfelmänniges Seitenköpfchenmoos) |
| Potentiell gefährdet (R) | 4 Arten | 2,4 % | z.B. Orthotrichum cupulatum (Becher-Goldhaarmoos), Tortella tortuosa (Gekräuseltes Spiralzahnmoos) |
Literatur
Beier, W.; Fürstenow, J. (2001): Übersicht zu den bisher nachgewiesenen Pflanzen- und Tierarten auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Döberitz. Schriftenreihe "Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch", Jahresheft 11, Seiten 5-25
Benkert, D.; Erzberger, P.; Klawitter, J.; Linder, W.; Linke, C.; Schaepe, A.; Steinland, M.; Wiehle, W. (1995): Liste der Moose von Brandenburg und Berlin mit Gefährdungsgraden. Verh. Bot. Ver. Berlin Brandenburg Band 128, Heft 1 (68 Seiten)
Fürstenow, J. (1999): Die Moospflanzen der Naturschutzgebiete “Döberitzer Heide” und “Ferbitzer Bruch”. Unveröffentlichtes Manuskript im Auftrag des Naturschutz-Fördervereins “Döberitzer Heide” e. V., Elstal (51 Seiten)
Klawitter, J.; Rätzel, S.; Schaepe, A. (2002): Gesamtartenliste und Rote Liste der Moose des Landes Brandenburg. Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg 11(4): Beilage (104 Seiten)