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Gründung des Vereins

Bereits vor 1989 waren einzelne Naturschützer auf dem von der Roten Armee genutzten Truppenübungsplatz Döberitz aktiv. So konnte z.B. innerhalb des Truppenübungsplatzes, in Absprache mit den Kommandeuren, im Ferbitzer Bruch ein internes Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Mit dem Abzug des Militärs im Jahre 1991 begann auf dem Gelände sofort eine kleine Naturschutzgruppe zu wirken, welche mit dem Bundesvermögensamt und der Bundesforst zusammenarbeitete. Naturschützer begannen den Aufbau einer Gallowayherde im Ferbitzer Bruch. Zielstellung war, damit die Landschaftspflege zu gewährleisten. Auf Initiative und Antrag von Vereinsmitgliedern kamen zwei Naturschutzgebiete, „Ferbitzer Bruch“ und „Döberitzer Heide“, zur einstweiligen Sicherung durch die Naturschutzbehörden. Um die ehrenamtlichen Aktivitäten zu bündeln und auch auf eine Rechtsgrundlage zu stellen, gründete sich im August 1992 in Potsdam der Naturschutz-Förderverein „Döberitzer Heide“ e.V. An der Gründungsversammlung waren 23 Personen beteiligt, die eine Satzung beschlossen und den ersten Vorstand wählten. Kurz danach erfolgte auf Antrag die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt und die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Potsdam. Mit der Gründung des Vereins setzte auch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit ein.

Zweck und Aufgaben

Der Zweck des Vereins ist ein umfassender Schutz von Natur und Landschaft in der Döberitzer Heide. Der Verein setzt sich auf wissenschaftlicher Grundlage insbesondere für den Arten- und Biotopschutz sowie für die Landschaftspflege ein. Seine wesentlichen Aufgaben sind, die Döberitzer Heide:

Die Vereinsarbeit

Seit der Gründung des Vereins im Jahre 1992 gab es in der Vereinsarbeit Höhen und Tiefen zu bewältigen. Im Sinne des Satzungszweckes ging es aber stetig voran. Der Naturschutz-Förderverein zählt jetzt 44 Mitglieder. Er hat stabile Vereinsstrukturen entwickelt. In der Nähe der Löwen-Adler-Kaserne, an der Bundesstraße 5, befindet sich das Naturschutzzentrum „Döberitzer Heide“. Fünf Gebäude eines ehemaligen Panzerausbildungsschießstandes wurden für Naturschutzzwecke umgenutzt. Die Sanierung und Renovierung der Gebäude wurde mit Hilfe von Landes- und EU-Fördermitteln ermöglicht. Die im Verein Beschäftigten befassen sich mit folgenden Schwerpunkten:

Für die Landschaftspflege, die in der Vergangenheit auch über Dritte organisiert wurde, steht dem Verein entsprechende Technik zur Verfügung. Auf den für die Beweidung vorgesehenen Flächen werden Galloways und Heidschnucken eingesetzt. Für unbebaute Liegenschaften auf der Döberitzer Heide hatte der Verein bis 2006 einen Nutzungsüberlassungsvertrag über ca. 3.850 Hektar. Ab 2007 hat der Verein ca. 300 Hektar von Eigentümern gepachtet.

Verschiedene Projekte wurden auf der Döberitzer Heide initiiert und naturschutzfachlich begleitet, wie die Schaffung von Fledermaus-Winterquartieren und die naturnahe Gestaltung von Gebäude-Abrissflächen. Die Öffentlichkeitsarbeit umfasst die Herausgabe von Broschüren, Faltblättern und Vereinsmitteilungen. Im Naturerlebnis- und Naturbildungsbereich werden Wanderungen und Exkursionen zu verschiedenen Themen angeboten, wie Botanik, Zoologie und Wald. In überwiegend ehrenamtlicher Tätigkeit erfolgt die Erfassung von Flora und Fauna. Hierbei helfen zahlreiche Fachleute. Im Jahre 1998 erhielt der Verein für seine Leistungen den Umweltpreis des Landes Brandenburg. Konversion durch Naturschutz – Modellvorhaben Döberitzer Heide – verlangt eine innovative Vereinsarbeit und ein beharrliches Engagement der mit einzelnen Aufgaben betrauten Vereinsmitglieder.