Heck-/Taurusrind

Heck-/Taurusrind

Widerstandsfähige und robuste Rinder mit urtümlichem Erscheinungsbild: Dem im 17.Jahrhundert ausgestorbenen wilden Auerochsen ähnelnd, erobert das sogenannte Heckrind seit den 1980er Jahren die Beweidungsprojekte des Naturschutzes für sich.  Auch in der Döberitzer Heide setzen wir seit einigen Jahren auf diese eindrucksvollen Tiere…

 

Dem Abbild des ausgestorbenen Auerochsens nahe: Das Heckrind

Das Heckrind ist eine sogenannte Abbildzüchtung des wild lebenden und im 17. Jahrhundert bei uns ausgestorbenen Auerochsens. Bereits kurz nach dem Ersten Weltkrieg begannen die Gebrüder Heck ein ambitioniertes Zuchtprojekt mit dem Ziel den Auerochsen wieder auferstehen zu lassen.

Heckrinder sind deutlich schlanker und hochbeiniger als beispielsweise Galloways. Dennoch verfügen sie über eine größere Körpermasse: Kühe wiegen rund 600 kg und die Bullen um die 900 kg.

Die Bullen sind meist schwarz mit hellbraunem Aalstrich auf dem Rücken. Die Kühe sind in der Regel bräunlich.
Beiden Geschlechtern gemeinsam sind das weiße Mehlmaus und die eindrucksvollen Hörner: Letztere nehmen bei der Kuh die Form einer Leier an während sie beim Bullen deutlich dicker und nach vorne gerichtet sind. Viele Heckrinder haben einen mehr oder weniger stark ausgeprägten blonden Schopf. Kälber werden hellbraun geboren und färben sich in den ersten Monaten um.

Junge Heckkuh mit Star auf dem Rücken

Wie andere sogenannte Robustrassen zeichnet sich das Heckrind durch eine hohe Widerstandsfähigkeit und gute Futterverwertung aus. Es eignet sich hervorragend für den Einsatz zur Landschaftspflege: Seit den 1980er Jahren wird das Heckrind vor allem in großen Naturentwicklungsgebieten eingesetzt, wo es eine wichtige Schlüsselfunktion in der prozesshaften Landschaftsentwicklung einnimmt.Die urtümliche Optik dieser Rasse löst Assoziationen zur ursprünglichen Naturlandschaft aus, sodass ihnen zusätzlich ein erheblicher Attraktionsfaktor zugeschrieben werden kann.

Bei richtigem Umgang werden auch Vertreter dieser Rasse relativ zahm. Ein täglicher Kontakt zu den Tieren erleichtert das Handling massiv.

Heckrindbulle in der Döberitzer Heide

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