Über die Döberitzer Heide

Über die Döberitzer Heide

Als Döberitzer Heide wird allgemein ein Gebiet von ca. 5000 ha bezeichnet, das in den letzten hundert Jahren unbesiedelt sowie unzerschnitten war und nur gering forstlich und landwirtschaftlich genutzt wurde. Seine Landschaftsformen mit Grundmoräne, Endmoräne und Schmelzwasserrinnen sind ein Ergebnis des älteren Jungpleistozäns.

 

Polster von Heidekraut auf der frühere Panzerschießbahn in der West-Heide | Elstal

Ihren Namen verdankt die Heidelandschaft dem ehemaligen Dorf Döberitz. 1895 mussten seine Bewohnerihre Heimat im Zuge des Aufbaus des Truppenübungsplatzes verlassen. Das Dorf Döberitz befindet sich heute innerhalb der Wildnis-Kernzone.

Die Döberitzer Heide gehört zum südöstlichen Teil der Landschaftseinheit Nauener Platte und liegt nur wenige Kilometer von der Stadtgrenze Berlins entfernt. Der überwiegende Anteil liegt im Landkreis Havelland. Ein kleiner südlicher Zipfel gehört zur Stadt Potsdam. Umliegende Ortschaften sind: Elstal, Dallgow-Döberitz, Seeburg, Groß Glienicke, Krampnitz, Fahrland, Kartzow und Priort.

Ihre jetzige landschaftliche Prägung basiert überwiegend auf der intensiven militärischen Nutzung durch die Rote Armee von 1945 bis 1991.  Nach dem Abzug der Truppen im Jahr 1991 übernahm die Bundeswehr im Süden der Heide eine Fläche von etwa 550 ha als Standortübungsplatz.

Die Gefahren von Altlasten, insbesondere die Munitionsbelastung durch die militärische Dauernutzung seit 1895, gestatten nicht, die Döberitzer Heide uneingeschränkt für die Öffentlichkeit freizugeben.  Einige ausgewählte öffentliche Wanderwege wurden jedoch munitionsberäumt und sind seit 1999 für Besucher begehbar.

Die Döberitzer Heide mit den beiden Naturschutzgebieten „Döberitzer Heide” und „Ferbitzer Bruch” – zusammen etwa 50 km2 groß – gehört zu den floristisch und faunistisch am besten untersuchten ehemaligen Truppenübungsplätzen im Land Brandenburg.
Neben ihrem hohen naturschutzfachlichen Wert ist sie, durch die unmittelbare Nähe zur Metropole Berlin, auch als Naherholungsgebiet bei Spaziergängern, Wanderern und Radfahrern beliebt.

Kommentare sind geschlossen