Galloway

Galloway

Eine Jahrhunderte alte Rinderrasse aus dem Südwesten Schottlands: Galloways zeichnen sich nicht nur durch ihr attraktives Äußere aus, denn diese Tiere sind wahre Anpassungskünstler. Neben ihren ursprünglichen Verhaltensweisen haben Wetterhärte und die Fähigkeit selbst relativ nährstoffarme Vegetation umzusetzen, ihren Erfolgskurs in der naturnahen Rinderhaltung begründet. Im Ferbitzer Bruch setzen wir seit 25 Jahren auf diese sympathischen Landschaftspfleger…

 

Das dichte Fell schützt die Galloways zuverlässig vor kalten Temperaturen. Im Sommer suchen die Tiere gerne Abkühlung in Nähe von Gewässern.

Galloways sind eine Jahrhunderte alte Rinderrasse, die ihren Ursprung im Südwesten Schottlands haben. Sie zeichnen sich durch sehr ursprüngliche Verhaltensweisen und Wetterhärte aus. Ihr mehrschichtiges Fell mit isolierendem Unterfell und langem Wasser abweisendem Deckhaar schützt sie auch bei extremen Temperaturen zuverlässig vor Kälte. Voraussetzung dafür ist aber, dass genügend Futter zur Verfügung steht um den erhöhten Erhaltungsbedarf zu decken. Extreme Hitze macht den Tieren hingegen zu schaffen: Denn tatsächlich liegt die bevorzugte Umgebungstemperatur der Rinder zwischen 0° und 7°C.

Galloways sind genetisch hornlos, das bedeutet dass sie grundsätzlich ohne Veranlagung zur Ausbildung von Hörnern geboren werden. Sie kommen in einer Vielzahl attraktiver Farbschläge vor: Die Spanne reicht von weiß, schwarz über braun- und blondfalb bis zu rot.

Nachwuchs bei den "White Galloways" 2017
Schon früh fangen die Kälber an auch rohfaserhaltiges Futter aufzunehmen. Dies ist wichtig für die Ausbildung des Pansen.

Im Vergleich zu den gängigen Rinderrassen aus der konventionellen Fleischproduktion, sind Galloways eher klein. Ein großer Vorteil gegenüber dieser Mastrinder ist jedoch, dass sie in der Lage sind auch verhältnismäßig nährstoffarme Vegetation umzusetzen. Sie erreichen auch auf solchen Standorten ihr Maximalgewicht (Kühe ca. 500kg | Bullen ca. 800kg).
Zudem haben sie einen deutlich niedrigeren Erhaltungsumsatz als andere Fleischrinder, liefern liefern aber dennoch ein hervorragendes feines Fleisch, welches mit feinen Fettadern durchzogen und dadurch besonders schmackhaft ist.

Die Gallowaykühe sind bemerkenswert gute Mütter, die ihre Kälber in der Regel ohne menschliche Hilfe und Komplikationen zu Welt bringen. Trotz 27-jähriger Erfahrung mit unseren Galloways mussten wir bisher kein einziges Mal Geburtshilfe leisten.
Die ersten Lebenstage verbringen die Kälber versteckt in hoher Vegetation. Regelmäßig werden sie dort von der Mutter aufgesucht und mit Milch versorgt. Erst dann folgen beide gemeinsam der Herde.

Ihre rassespezifischen Eigenschaften prädestinieren das Galloway für den Einsatz in der Landschaftspflege, wo es seit einigen Jahren vermehrt Einsatz auf Naturschutzflächen findet. Zudem sind Galloways grundsätzlich angenehme und ruhige Tiere, die schnell zahm werden und sich leicht Händeln lassen. Ohne regelmäßigen Kontakt zu Menschen neigen sie aber genau wie andere Rinderrassen zum Verwildern.

Auf naturnahen Beweidungsflächen sind Stare häufige Gäste. Ähnlich wie der Afrikanische Madenhacker befreien sie die Weidetiere, hier einen Gallowaybullen, von Fliegen, Zecken und anderen Parasiten.

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