Fachexkursion: Es müssen nicht immer wilde Pferde sein…

Halboffene Weidelandschaft mit Gallowayrindern und Koniks im NSG Ferbitzer Bruch in der Döberitzer Heide | Foto: Ninett Hirsch

… denn auch auf den Weiden von Reitpferdhaltern lassen sich wichtige Impulse für mehr Artenvielfalt und Umweltschutz setzen.
Betrachtet man die offenen Landschaften – oft trocken, nährstoffarm aber dennoch artenreich -in denen die Vorfahren unseres Hauspferdes einst lebten, dann ist es offensichtlich warum naturnah gehaltene Tiere bis zu 18 Stunden am Tag mit der Nahrungsaufnahme verbringen und bei entsprechendem Raumangebot und Weidemanagement auch wichtige Strukturen für Insekten, Vögel und andere Lebewesen schaffen. Warum also nicht auch Hauspferde zur Landschaftspflege einsetzen?
Mit dem Ziel für eine naturnahe und biodiversifizierende Pferdehaltung zu werben, Pferdehalter zu vernetzen und konkrete Maßnahmenkataloge und Lösungsansätze zu entwickeln, hat sich die Arbeitsgruppe  „Pferd und Biodiversität“ als Kooperation zwischen den Landesverbänden des NABU, der Vereinigung der Freizeitreiter sowie dem NABU Potsdam gegründet.

Im Rahmen einer Fachexkursion konnten wir den Teilnehmern der Arbeitsgruppe am vergangenen Wochenende die Effekte der naturnahen Ganzjahresbeweidung mit Pferden und Rindern in der Döberitzer Heide näher bringen.

Weitere Informationen zum Thema „Pferd und Biodiversität“, sowie den Exkursionsbericht finden Sie hier.

Die Exkursionsteilnehmer auf Tuchfühlung mit den Koniks… | Foto: Ninett Hirsch
Prof. Dr. Antje Stöckmann (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde) und Max Jung (NFV Döberitzer Heide) im Gespräch. | Foto: Ninett Hirsch