Vogelwelt

VOGELWELT

Der reichhaltigen Vogelwelt des Ferbitzer Bruchs ist es zu verdanken, dass bereits  zu Zeiten der aktiven militärischen Nutzung durch die sowjetische Armee, Potsdamer Naturfreunde auf die Döberitzer Heide aufmerksam wurden.
Der Gründer des Naturschutz-Fördervereins Döberitzer Heide e. V. Werner Schulze unternahm bereits Ende der 1980er Jahre erste ornithologische Streifzüge in das Gebiet des Truppenübungsplatzes Döberitz. Durch Verhandlungen mit dem sowjetischen Platzkommandanten gelang ihm 1989 die Ausweisung des Ferbitzer Bruches als inoffizielles Naturschutzgebiet, welches von dem aktiven Übungsbetrieb ausgespart wurde.


Die Döberitzer Heide (NSG Döberitzer Heide & Ferbitzer Bruch) stellt heute insbesondere für einige typische Bewohner der extensiv genutzten Offenlandschaften einen geeigneten Lebensraum dar.

Durch die laufenden Veränderungen in der Ausgestaltung der Landschaft, u.a. durch eintretende Sukzession kommt es jedoch kontinuierlich zu einer Veränderung hinsichtlich der Artenzusammensetzung und Populationsstärke der vorhandenen Brutvögel. Besonders für Arten der sandigen Offenlandschaft wie Brachpieper und Steinschmätzer haben sich die Bedingungen zum Negativen verändert. Die ehemals überdurchschnittliche Dichte des Steinschmätzers von bis zu 150 Brutpaaren (in den 1990ern) wird heute auf weniger als 50 Brutpaare geschätzt.

Durch die kontinuierliche Ausweitung der extensiven Beweidung mit Rindern und Pferden und der gezielten Landschaftspflege konnten im Ferbitzer Bruch verbrachte Standorte wieder in strukturreiches Grünland gewandelt werden, und so die Bedingungen für Wiesenbrüter wie Bekassine und Kiebitz deutlich verbessert werden. Für beide Arten stellt der Rückgang an nassen Flächen sowie der steigende Prädatorendruck (Waschbär, Fuchs, Marderhund und Wildschwein) ein erhebliches Problem dar.

Die Döberitzer Heide stellt heute insbesondere für einige typische Bewohner der extensiv genutzten Offenlandschaften einen geeigneten Lebensraum dar.

Durch die laufenden Veränderungen in der Ausgestaltung der Landschaft, u.a. durch eintretende Sukzession kommt es jedoch kontinuierlich zu einer Veränderung hinsichtlich der Artenzusammensetzung und Populationsstärke der vorhandenen Brutvögel. Besonders für Arten der sandigen Offenlandschaft wie Brachpieper und Steinschmätzer haben sich die Bedingungen zum negativen verändert. Die ehemals überdurchschnittliche Dichte des Steinschmätzers von bis zu 150 Brutpaaren (in den 1990ern) wird heute auf weniger als 50 Brutpaare geschätzt.

Durch die kontinuierliche Ausweitung der extensiven Beweidung mit Rindern und Pferden und der gezielten Landschaftspflege konnten im Ferbitzer Bruch verbrachte Standorte wieder in strukturreiches Grünland gewandelt werden, und so die Bedingungen für Wiesenbrüter wie Bekassine und Kiebitz deutlich verbessert werden. Für beide Arten stellt der Rückgang an nassen Flächen jedoch ein erhebliches Problem dar.

Mit Vorkommen des Wiedehopfes, Sperbergrasmücke, Heidelerche , Braunkehlchen und Ziegenmelker besitzt das Gebiet bundesweite Bedeutung. Besonders bemerkenswert sind auch die Vorkommen von Baumfalke,  Rohrdommel (bis 8 rufende Männchen), Tüpfelralle und Waldwasserläufer. Bisher konnten insgesamt 120 Brutvogelarten nachgewiesen werden.



Mit Vorkommen des Wiedehopfes, Sperbergrasmücke, Heidelerche , Braunkehlchen und Ziegenmelker besitzt das Gebiet bundesweite Bedeutung. Besonders bemerkenswert sind auch die Vorkommen von Baumfalke,  Rohrdommel (bis 8 rufende Männchen), Tüpfelralle und Waldwasserläufer. Bisher konnten insgesamt 120 Brutvogelarten nachgewiesen werden.

 

Gesamtartenzahl 198 Arten   Zum Vergleich: In Brandenburg kommen 217 Brutvogelarten vor
(Dürr et al. 1997).
Brutvogelarten 120 Arten
davon
   
Arten der Roten Liste Deutschland 40 Arten
davon
33,6%  
Vom Aussterben bedroht (1) 3 Arten 5,0 % z.B. , Bekassine (Gallinago gallinago), Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe)
Stark gefährdet (2) 13 Arten 10,9% z.B. Pernis apivorus (Wespenbussard), Caprimulgus europaeus (Ziegenmelker), Kiebitz, Braunkehlchen, Wendehals
Gefährdet (3) 19 Arten 16,0% z.B. Mittelspecht (Dendrocopos medius), Heidelerche (Lullula arborea ), Große Rohrdommel (Botaurus stellaris), Mehlschwalbe, Rauchschwalbe, Sperbergrasmücke, Star, Wespenbussard, Wiedehopf, Ziegenmelker
Status unklar (?)  k.A.    
Potentiell gefährdet (R) 2 Arten 1,7 % Saxicola rubetra (Schwarzkehlchen), Tringa ochropus(Waldwasserläufer)

 


Literatur

Beier, W.; Fürstenow, J. (2001): Übersicht zu den bisher nachgewiesenen Pflanzen- und Tierarten auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Döberitz. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 11, Seiten 5-25 [pdf]
Dürr, T.; Mädlow, W.; Ryslavy, T.; Sohns, G. (1997): Rote Liste und Liste der Brutvögel des Landes Brandenburg. Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg 6(2): Beilage (31 Seiten)
Kehl, G. (1994): Kraniche in der Döberitzer Heide. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 4, Seiten 8-9
Kehl, G. (1995): Die Greifvogelarten. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 5, Seiten 8-11
Kolbe, M.; Zerning, M. (1992): Der Ziegenmelker. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 2, Seiten 9-10
Kühn, M. (1995): Zum Bestand des Ziegenmelkers. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 5, Seiten 12-13
Kühn, M. (1998): Der Mittelspecht (Picoides medius). Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 8, Seiten 43-44
Kühn, M. (1999): Die Grauammer (Miliaria calandra). Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 9, Seiten 13-14
Kühn, M.; Neumann, C.; Stripp, D. (2000): Die Vögel der Naturschutzgebiete “Döberitzer Heide” und “Ferbitzer Bruch”. Unveröff. Manuskript im Auftrag des Naturschutz-Fördervereins “Döberitzer Heide” e.V. (39 Seiten)
Oehlschlaeger, S. (1995): Brutvogelgemeinschaften, Habitatstrukturen und Vorschläge zu Schutzmaßnahmen auf einem Trockenstandort des Truppenübungsplatzes Döberitzer Heide, Brandenburg. Diplomarbeit am Fachbereich Biologie der FU Berlin (105 Seiten)
Oehlschlaeger, S. (2002): Ein Charaktervogel auf Truppenübungsplätzen – Der Wiedehopf. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 12, Seiten 19-21 [pdf]
Rutschke, E. (1994): Die Sperbergrasmücke ist eine Kostbarkeit. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 4, Seiten 9-10
Schoknecht, T.; Zerning, M. (2005):Das Europäische Vogelschutzgebiet (SPA) Döberitzer Heide. Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg 14(3,4), Seiten 107-109
Sciborski, H. (1997): Der Steinschmätzer. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 7, Seiten 8-9
Sciborski, H.; Kehl, G. (1992): Bestandserfassung der Vogelwelt. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 1, Seiten 21-22
Zerning, M. (2000): Die Meisenarten der Döberitzer Heide. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 10, Seiten 32-37

 

 

Gesamtartenzahl 198 Arten   Zum Vergleich: In Brandenburg kommen 217 Brutvogelarten vor
(Dürr et al. 1997).
Brutvogelarten 120 Arten
davon
   
Arten der Roten Liste Deutschland 40 Arten
davon
33,6%  
Vom Aussterben bedroht (1) 3 Arten 5,0 % z.B. , Bekassine (Gallinago gallinago), Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe)
Stark gefährdet (2) 13 Arten 10,9% z.B. Pernis apivorus (Wespenbussard), Caprimulgus europaeus (Ziegenmelker), Kiebitz, Braunkehlchen, Wendehals
Gefährdet (3) 19 Arten 16,0% z.B. Mittelspecht (Dendrocopos medius), Heidelerche (Lullula arborea ), Große Rohrdommel (Botaurus stellaris), Mehlschwalbe, Rauchschwalbe, Sperbergrasmücke, Star, Wespenbussard, Wiedehopf, Ziegenmelker
Status unklar (?)  k.A.    
Potentiell gefährdet (R) 2 Arten 1,7 % Saxicola rubetra (Schwarzkehlchen), Tringa ochropus(Waldwasserläufer)

 


Literatur

Beier, W.; Fürstenow, J. (2001): Übersicht zu den bisher nachgewiesenen Pflanzen- und Tierarten auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Döberitz. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 11, Seiten 5-25 [pdf]
Dürr, T.; Mädlow, W.; Ryslavy, T.; Sohns, G. (1997): Rote Liste und Liste der Brutvögel des Landes Brandenburg. Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg 6(2): Beilage (31 Seiten)
Kehl, G. (1994): Kraniche in der Döberitzer Heide. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 4, Seiten 8-9
Kehl, G. (1995): Die Greifvogelarten. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 5, Seiten 8-11
Kolbe, M.; Zerning, M. (1992): Der Ziegenmelker. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 2, Seiten 9-10
Kühn, M. (1995): Zum Bestand des Ziegenmelkers. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 5, Seiten 12-13
Kühn, M. (1998): Der Mittelspecht (Picoides medius). Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 8, Seiten 43-44
Kühn, M. (1999): Die Grauammer (Miliaria calandra). Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 9, Seiten 13-14
Kühn, M.; Neumann, C.; Stripp, D. (2000): Die Vögel der Naturschutzgebiete “Döberitzer Heide” und “Ferbitzer Bruch”. Unveröff. Manuskript im Auftrag des Naturschutz-Fördervereins “Döberitzer Heide” e.V. (39 Seiten)
Oehlschlaeger, S. (1995): Brutvogelgemeinschaften, Habitatstrukturen und Vorschläge zu Schutzmaßnahmen auf einem Trockenstandort des Truppenübungsplatzes Döberitzer Heide, Brandenburg. Diplomarbeit am Fachbereich Biologie der FU Berlin (105 Seiten)
Oehlschlaeger, S. (2002): Ein Charaktervogel auf Truppenübungsplätzen – Der Wiedehopf. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 12, Seiten 19-21 [pdf]
Rutschke, E. (1994): Die Sperbergrasmücke ist eine Kostbarkeit. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 4, Seiten 9-10
Schoknecht, T.; Zerning, M. (2005):Das Europäische Vogelschutzgebiet (SPA) Döberitzer Heide. Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg 14(3,4), Seiten 107-109
Sciborski, H. (1997): Der Steinschmätzer. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 7, Seiten 8-9
Sciborski, H.; Kehl, G. (1992): Bestandserfassung der Vogelwelt. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 1, Seiten 21-22
Zerning, M. (2000): Die Meisenarten der Döberitzer Heide. Schriftenreihe “Döberitzer Heide mit Ferbitzer Bruch”, Jahresheft 10, Seiten 32-37

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