top of page
HOF DÖBERITZER HEIDE
Ein Landwirtschaftsbetrieb für den Naturschutz

In der Gemeinde Wustermark, unmittelbar im Landschaftsschutzgebiet „Königswald mit Havelseen und Seeburger Agrarlandschaft“, liegt der Hof Döberitzer Heide. Seit 1997 ist er Vereinssitz und zugleich das Zentrum unserer praktischen Naturschutzarbeit im Havelland. Aus Teilen einer ehemaligen Militärliegenschaft ist hier Schritt für Schritt ein Landschaftspflegehof mit Scheunen, Werkstätten, Winterställen sowie Veranstaltungs- und Verwaltungsräumen entstanden. Ergänzt wird der Hof durch eigene Wald- und Wiesenflächen, die unter anderem als Winterweiden, Schaugarten und Schaugatter genutzt werden.

Heute bildet der Hof die betriebliche Grundlage für unsere Landschaftspflege, Tierhaltung und die Betreuung zahlreicher Naturschutzflächen in der Region.

Wo Naturschutz praktisch wird

Der Hof Döberitzer Heide ist über viele Jahre durch das Engagement unserer Mitglieder geprägt und weiterentwickelt worden. Vieles von dem, was heute selbstverständlich erscheint, ist mit großer Eigeninitiative entstanden. Gebäude wurden instand gesetzt, Flächen gestaltet und immer wieder neue Ideen umgesetzt, um den Hof nicht nur als Betriebsstandort, sondern selbst als Ort des Naturschutzes weiterzuentwickeln.
 

Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Aufbau einer verlässlichen Infrastruktur für die Tierhaltung. Heute stehen Winterställe, Paddocks, Krankenboxen und verschiedene kleinere Koppeln zur Verfügung. Heu und weiteres Futter können am Hof gelagert und von hier aus bei Bedarf auf die Weideflächen verteilt werden. Die unterschiedlichen Haltungsbereiche ermöglichen es, Tiere zeitweise getrennt unterzubringen, kranke oder behandlungsbedürftige Tiere gezielt zu betreuen und Herden für die jeweiligen Weideflächen zusammenzustellen. Direkt angrenzende Winterweiden ergänzen diese Infrastruktur und schaffen kurze Wege zwischen Stall, Paddock und Weide.

So bildet der Hof die praktische Basis für eine Tierhaltung, die sich an den Anforderungen unserer naturnahen Beweidung orientiert. Die Tiere verbringen den überwiegenden Teil des Jahres auf den betreuten Naturschutzflächen; der Hof bietet zugleich die notwendige Sicherheit und Infrastruktur für Zeiten, in denen eine engere Betreuung erforderlich ist.
 

Auch das Hofgelände selbst wird im Sinne des Artenschutzes weiterentwickelt. Auf den rund zwölf Hektar wurden Weideflächen, Gärten und Randbereiche schrittweise ökologisch aufgewertet. Lesestein- und Totholzhaufen, Sandarien und Blänken, neu angelegte Dornenhecken sowie kleine Obstbaumhaine schaffen zusätzliche Strukturen und Lebensräume. An Ställen und Scheunen wurden Nisthilfen angebracht, zugleich werden geeignete Gebäudestrukturen gezielt erhalten und bei Umbauten berücksichtigt.

Damit ist der Hof nicht nur Ausgangspunkt unserer Arbeit in den Schutzgebieten, sondern selbst Teil unserer praktischen Naturschutzarbeit. Landschaftspflege, Tierhaltung, Artenschutz und Vereinsleben kommen hier unmittelbar zusammen. Seinen besonderen Charakter verdankt der Hof dabei vor allem den vielen Mitgliedern, die ihn über Jahre mit Zeit, Ideen, handwerklichem Einsatz und Ausdauer aufgebaut und geprägt haben.

Landwirtschaft als Teil unserer Naturschutzarbeit

Naturnahe Beweidung ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Um Beweidungsprojekte nicht nur zu planen, sondern dauerhaft selbst umsetzen zu können, betreibt der Verein einen eigenen landwirtschaftlichen Zweckbetrieb mit Tierhaltung, der nach den Kriterien des ökologischen Landbaus wirtschaftet.
 

Der eigene Betrieb ermöglicht es uns, Verantwortung für Tiere und Flächen dauerhaft miteinander zu verbinden. Wir betreuen unsere Tiere selbst, beobachten die Entwicklung der Flächen und können auf Veränderungen unmittelbar reagieren. Beweidung und ergänzende Pflegemaßnahmen lassen sich so fortlaufend an die tatsächliche Entwicklung der Landschaft anpassen.

Zugleich können wir Tierwohl und Tiergesundheit über die gesamte Haltung hinweg verlässlich gewährleisten. Die am Hof geschaffene tierhalterische Infrastruktur mit Winterställen, Paddocks, Krankenboxen, Futterlagerung und hofnahen Weideflächen bildet dafür die notwendige Grundlage.

 

Der Landwirtschaftsbetrieb ist für uns deshalb kein eigener Bereich neben dem Naturschutz. Er ermöglicht es uns vielmehr, komplexe Pflege- und Entwicklungsziele langfristig, kontinuierlich und mit eigenen Tieren umzusetzen.

IMG_4816.jpg
Scheunen als Lebensraum
IMG_9878.JPG
IMG_20230512_135413.jpg
Miko-Weidelandschaften
IMG_5894.JPG
Blütenpracht im Schaugarten
20251213_115018.jpg
Platz für Gebäudebrüter
20251112_073109.jpg
Trockenrasenbiotope
2018 10 2AAA3_Logo_Entwurf-01.png
Naturschutz-Förderverein
Döberitzer Heide e. V.
Wir machen Artenvielfalt!
  • Facebook Clean
  • White Google+ Icon
  • Flickr Clean

© 2026 Naturschutz-Förderverein Döberitzer Heide e. V.. Erstellt mit Wix.com

bottom of page