MONITORING
Erfolge messbar machen...

Zur fortlaufenden Erfolgskontrolle und um sowohl unsere Biotop- und Artenschutzmaßnahmen, als auch Landschaftspflege bei Bedarf angleichen zu können, führen wir für verschiedene Artengruppen ein ökologisches Monitoring durch. Durch kontinuierliche Beobachtungen und Dokumentation  können wir  feststellen, ob die von uns angewandten Strategien erfolgreich sind, oder ob weiterer Entwicklungsbedarf besteht. Da unser Monitoring zu 100% auf ehrenamtlicher Basis  erfolgt, beschränken wir uns aktuell auf die Erfassung von Daten zu dem  gefährdeten Lebensraumtyp "Pfeifengraswiese" (LRT 6410), den heimischen Orchideen im Ferbitzer Bruch, sowie Tagfaltern und Brutvögeln auf dem 12 Hektar großen Gelände der Naturschutzstation.

Rauchschwalbe (Hirundo rustica)
Rauchschwalbe (Hirundo rustica)

Mehr als 30 Rauchschwalbenpaare brüten jedes Jahr unter den Dachsparren unseres Heulagers.

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Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe)
Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe)

Steinschmätzer sind vom Aussterben bedroht. Auf dem Außengelände der Naturschutzstation ziehen jedes Jahr fünf Paare erfolgreich ihre Jungen groß.

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Rauchschwalbe (Hirundo rustica)
Rauchschwalbe (Hirundo rustica)

Mehr als 30 Rauchschwalbenpaare brüten jedes Jahr unter den Dachsparren unseres Heulagers.

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Pfeifengraswiesen im Ferbitzer Bruch

Bunt, blühend und vor allem vielfältig. Die Pfeifengraswiesen im Ferbitzer Bruch zeichnen sich durch eine arten- und blütenreiche Pflanzenwelt aus. Viele der vorkommenden Arten sind, ebenso wie der eigentliche Lebensraumtyp (LRT 6410 nach FFH-Richtlinie) selten geworden und bundesweit gefährdet. In den feuchten Bereichen des Ferbitzer Bruchs haben wir 2006 einigen Hektar wechselfeuchte Schilf- und Seggenbrachen in Kultur genommen, und dort wieder wertvolle Pfeifengraswiesen etabliert. Durch kontinuierliche Pflegemaßnahmen (selbst bei günstigen Ausgangsbedingungen und  vorhandenen Samenpotenzialen im Boden muss man mit rund  8 -10 Jahren Entwicklungszeit rechnen) haben wir auf diesen Flächen mittlerweile einen günstigen Erhaltungszustand erreicht.
Die Pflege der Flächen erfolgt durch eine späte Mahdnutzung, die sich jedoch nicht an festgelegten Terminen orientiert, sondern vielmehr an den Wasserständen sowie der Samenreife ausgewählter Pflanzenarten. Anschließend erfolgt in der Regel eine kurzzeitige Nachweide mit Rindern, denn viele der vorkommenden Lichtkeimer profitieren von den kleinflächigen Bodenverletzungen durch den Viehtritt.
 

Neben Gewöhnlichem Teufelsabbiß (Succisa pratensis), Gelber Spargelerbse (Lotus maritimus)Gewöhnlicher Färber-Scharte (Serratula tinctoria) und Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica), gedeihen auch fünf heimische Orchideenarten auf den Pfeifengraswiesen im Ferbitzer Bruch. 

Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza
Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza
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Helmknabenkraut (Orchis militaris)
Helmknabenkraut (Orchis militaris)
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Sumpfsitter (Epipactis palustris)
Sumpfsitter (Epipactis palustris)
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Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea)
Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea)
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Prachtnelke (Dianthus superbus)
Prachtnelke (Dianthus superbus)
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Färber-Scharte (Serratula tinctoria)
Färber-Scharte (Serratula tinctoria)
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Weiden-Alant (Inula salicina)
Weiden-Alant (Inula salicina)
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Spargelerbse (Lotus maritimus)
Spargelerbse (Lotus maritimus)
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Breitblättriges Knabenkraut in Blüte
Breitblättriges Knabenkraut in Blüte
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Ochideen-Monitoring 

Zur Dokumentation der vorkommenden Orchideenarten erfolgt eine jährliche Bestandserfassung zum Zeitpunkt der Blüte. Dafür haben wir die Flächen gerastert, und können so die einzelnen Arten und Individuen abschnittsweise zählen.
Nachdem die Zahlen seit Einrichtung der Pfeifengraswiesen kontinuierlich gestiegen sind, haben die beiden Jahre 2018 und 2019 für drastische Bestandseinbrüche gesorgt. Als Gründe sind insbesondere Spätfröste, fehlende Niederschläge sowie große Sommerhitze zu nennen, die den empfindlichen Orchideen stark zugesetzt haben.